Ein persönliches Statement von Horst in Sachen Square Dance

Square Dance ist zunächst einmal alles andere als "Ringelreihen". Das dachte ich nämlich, als mich meine Frau 1977 erstmals mit ihrem Wunsch konfrontierte, mit mir zusammen SD zu erlernen - sie hatte diesen nämlich auf einer drei Monate langen Tour als Backpackerin durch die USA und Kanada kennen gelernt und war begeistert. Nun, ich war gar nicht begeistert: der nächste Club 100 km Landstrasse entfernt und ich voll ausgelastet als Selbständiger. Später gab es auch bei uns in Memmingen einen Club, die Moon Swingers, aber ich hatte noch immer dieselbe Vorstellung von SD. Erst durch weiteres Drängen innerhalb der Familie ließ ich mich nach (verlorenen) 22 Jahren umstimmen und wir besuchten 1999 ein Open House. Schon innerhalb der ersten Stunde änderte ich meine Einstellung total, einerseits weil ich die intellektuelle und kognitive Herausforderung bemerkte, andererseits weil ich auf so viele nette Menschen traf !

So wurde ich 2000 graduiert, besuchte auch bald die ersten Specials, dann auch Jamborees und schließlich immer mehr Clubs, vor allem seit meinem Eintritt in den Ruhestand Ende 2006, inzwischen 263 Clubs, viele im europäischen Ausland ( bisher A,CH,LIE,F,B,NL,DK,CZ,SLK,E,GB.

Square Dance macht seither noch immer sehr viel Spaß, auch in höheren Levels bis A2, fast jedes Wochenende bin ich dazu unterwegs, kenne inzwischen viele, viele nette Menschen, die zu treffen auf den verschiedensten Specials im In- und Ausland immer wieder eine grosse Freude ist!

Interessenten werden anfangs beim Open House vielleicht den gleichen Eindruck haben wie ich vor über 40 Jahren, aber haltet durch, es lohnt sich ! Man kann SD rein aus Spaß tanzen, aber auch als Herausforderung sehen. Entsprechend gibt es gerade in höheren Levels zunehmend mehr Informatiker, Mathematiker usw., denn SD ist letztlich getanzte Mathematik mit einem riesigen Spaßfaktor !